Das Wunder von Birsay

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An unserem letzten Tag auf Orkney fiel uns die Entscheidung, was wir unternehmen wollten, leicht: Da die Sonne schien, besuchten wir einige Stationen noch einmal, die wir bisher nur bei schlechtem Wetter gesehen hatten.

Die Hauptattraktion auf Orkney ist wohl Skara Brae. eine jungsteinzeitliche Siedlung, deren Entstehung auf die Zeit zwischen 3100 und 2500 v. Chr. geschätzt wird. Lustig auch die Umstände, unter denen diese Siedlung entdeckt wurde: Im Jahr 1850 legte ein Sturm die Ruinen frei, die bislang unter Dünen begraben waren.Es hätte mich nicht gewundert, wären wir bei unserem Besuch ebenfalls Zeugen einer Entdeckung geworden. Wind genug gab es allemal! Leider blieb die Sensation jedoch aus.

Weit aufregender war die Station davor: Stefan wollte unbedingt auf die Insel Birsay, die nur zu Fuß und nur bei Ebbe besucht werden kann. Beim letzten Mal hatten wir Pech, die Flut versperrte uns den Weg. Ein Blick ins Internet brachte uns aber die benötigten Informationen zu den Gezeiten. Pünklich um 10 Uhr schlugen wir auf und erstürmten das Inselchen, auf dem unter anderem eine ehemals von den Pikten bewohnte Siedlung zu finden ist. Während ich selbst wegen dem Wind kniff und mir den Marsch auf die Klippen ersparte, machte Stefan sich auf die Suche nach seinen heißbegehrten Papageientauchern – mit Erfolg!

Wahrscheinlich aus Mitleid hatte sich ein Tier erbarmt und seinen Flug übers Meer unterbrochen, um kurz für meinen Gatten zu posen. Normalerweise fliegen die Vögel nämlich tagsüber aus und gehen weit draußen auf hoher See auf Nahrungssuche.

Abschluss des Tages bildete ein erneuter Besuch der Waukmill Bay, diesmal zwar auch bei Wind, aber dafür bei ungleich schönerem Wetter. Damit hat sich mal wieder bewahrheitet, dass das Wetter in Schottland um vieles besser ist als sein Ruf.

Die Fotos:

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