Schottland 2010

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Endlich wieder Urlaub, endlich wieder Schottland! Im Gegensatz zu den letzten Jahren allerdings diesmal mit Andrea, da Stefan arbeiten muss. Die Planung hatte Andrea schon zu einem Zeitpunkt übernommen, als sie noch dachte, dass sie allein unterwegs sein wird: Flug über Amsterdam nach Glasgow, über Oban auf die Isle of Coll (fünf Tage), danach noch drei Tage Oban und wieder zurück nach Deutschland.

Heute sind wir von Coll zurückgekehrt und sind momentan in Oban. Die Insel Coll liegt zweieinhalb Fährstunden von Oban entfernt vor der Westküste Schottlands und zählt zirka 150 Einwohner. Die Insel hat 34 Sandstrände und die meisten Sonnenstunden Großbritanniens, ist 19 Kilometer lang, fünf Kilometer breit. Wie geschaffen für Radtouren, dachten wir uns und mieteten uns flugs zwei Räder, hatten allerdings nicht mit den Hügeln gerechnet. Geradeaus geht es auf dieser Insel nirgends, obwohl der höchste „Berg“ gerade mal gut 100 Meter hoch ist. Gut, denkt sich der Laie, wo es bergauf geht, geht es wieder bergab. Doch leider verfügen die Leihräder auf Coll nicht wirklich über Bremsen, deshalb waren auch die Abfahrten eine Qual für Mensch und Material.

Von den wenigen Einwohnern Colls lernten wir den ersten schon am Flughafen von Glasgow kennen. Ein älterer Herr kam an der Bushaltestelle auf uns zu und fragte, ob hier der Bus nach Skye ginge. Wir erklärten, dass wir davon ausgehen, allerdings in Tyndrum umsteigen müssten. Strahlend meinte er, dass er auch nach Oban müsse. Am nächsten Tag auf der Fähre trafen wir uns wieder, und er erzählte stolz, dass er auf Coll wohnt.

Tatsächlich trifft man die meisten Einwohner auf dieser kleinen Insel gleich mehrmals am Tag, und mit jedem Treffen wird das Winken und Grüßen freundlicher. Abends im Pub begrüßt man sich quasi schon als alte Bekannte, ohne je ein Wort gewechselt zu haben. Hauptthema während unseres Aufenthalts waren der angekündigte Sturm und in diesem Zusammenhang die bange Frage, ob am Freitag überhaupt eine Fähre kommen wird. Sie kam und schaffte es auch anzulegen, was wohl nicht immer der Fall ist.

Den Wind erlebten wir auch in den restlichen beiden Tagen mal mehr, mal weniger deutlich. So befanden sich um die Grasbüschel auf den Sandstränden seltsame Kreise (siehe Foto). Dort waren allerdings keine Ufos am Werk, sondern die ständig drehenden Winde, die das Gras im Kreis auf dem Boden herumtrieben. Gesehen haben wir auf Coll außerdem einen Otter und zahlreiche Robben. Bei Naturliebhabern ist die Insel sehr beliebt, nicht zuletzt auch wegen ihrer zahlreichen Vogelarten. Unsere „Sichtung der Woche“ war allerdings nicht eine seltene Gans oder die heiß begehrte Wiesenralle, sondern ein äußerst punkiges Schaf. Das Beweisfoto stammt von Andrea (siehe Galerie).

Hier die ersten Bilder von Oban und von Coll:

One thought

  1. Scheeene Buidln. Das muss Stefan ja literweise Tränen in die Augen drücken;)
    Welches Bild war jetzt das mit dem Schaf, 39 oder 40? Also das vorletzte sieht mächtig geklont aus, allein schon dieser irre Blick…

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